hb, seg, elw und lws-aua
Ein paar ereignisreiche Tage liegen hinter mir. Begonnen hat das alles mit einem Nachtdienst am Dienstag. Ein recht ruhiger und angenehmer Dienst mit nem netten Kollegen. Auf der Heimfahrt am frühen Morgen erblickte ich sie dann, die Schilder am Ortseingang: “Heute Blutspende”. Der Gedanke gefiel mir. Ich wollte schon lange Blutspenden gehen und hatte immer terminliche Schwierigkeiten oder schlichtweg absolut keinen Nerv dafür.
Also erstmal ins Bett und schlafen. Dieser Schlaf nach der Nachtschicht ist der erholsamste und komatöseste den ich kenne. Der Tag ging vorbei und ich ging gegen 1915 aus dem Haus Richtung “Pfarrzentrum”. Vielleicht ist für viele das nun folgende Blutspende-Prozedere absolut klar. Es ist auch eher unspektakulär aber die Stimmung ist angenehm. Zettel ausfüllen, Arztgespräch, Blut-Kurzuntersuchung, ein mittelkleiner “pieks”, 500ml Blut spenden, und dann das gemeinschaftliche Essen und Trinken. Man trifft Nachbarn und bekannte aus dem Ort, quatscht, ratscht und lästert und dann geht’s nach 1,25h wieder heimwärts.
Nur 2 Besonderheiten möchte ich herausheben: a) bei der Schnelluntersuchung meines Bluts wurde mit Hämoglobin-Wert (kurz: Hb) bestimmt. Stolze 22,5 brachte ich da auf die “Waage” und bin somit momentan führend im Wettkampf mit der Kristina zum Thema “höherer Hb beim Blutspenden”. b) Die fehlenden 500ml kompensierte mein Körper absolut reaktionslos und ich verspürte ein so großes Wohlbefinden wie schon lange nicht mehr. Ich würde fast sagen ich “freue mich” auf den nächsten Termin in 56 Tagen.
Am nächsten Morgen klingelte mein Telefon eine Minute vor dem Wecker. Ein Kollege des BRK fragte mich nach meinem “Status” und ob ich Zeit hätte nen Rettungswagen (RTW) für die Schnelleinsatzgruppe (SEG) zu besetzen. Im Landkreis gäbe es einen Einsatz mit dem Stichwort “Chlorgasaustritt” und man wüsste nicht wie lange die Aktion dauern würde. Somit wird dann immer ein SEG-RTW alarmiert um den öffentlichen Rettungsdienst zu entlasten. Bei solchen Einsätzen ist keine unglaubliche Eile gefordert, es sind ja bereits Einsatzkräfte vor Ort. Ich duschte also (2 min), zog meine Dienstkleidung an (2 min) und setzte mich ins Auto. Nach 21 Minuten Fahrt zur Dienststelle traf ich den Kollegen und klärte mit ihm alle Einsatzdaten ab. Dann kurzer Fahrzeugcheck bis der Beifahrer auch eintraf und hin zum Ort des Geschehens. Hier war ein großes Feuerwehreinsatz mit Personal in Chemieschutzanzügen (CSA) und allem drum und dran schon seit fast 2 Stunden in vollem Gang. Wir meldeten uns beim dortigen Einsatzleiter Rettungsdienst (ELRD) und erlösten so die Kollegen des öffentlichen Rettungsdienstes von der Warterei. Wir standen dort dann gute 4,5h zur Absicherung der Einsatzkräfte. Immer wieder berieten wir Zivilpersonen oder Einsatzkräfte was sie gegen ein “Kratzen im Hals” tun könnten, diese Gespräche waren aber alle eher präventiv und so blieben wir Patienten- und somit auch irgendwie Arbeitslos. Alles in allem war für uns als “Sanitätspersonal” alles recht ruhig und die Einsatzkräfte konnten somit “quatschen und Kaffee trinken”; dies kann aber (so die Meinung aller) auch ganz anders und mit sehr viel Aktion und Gefahrenpotential ausgehen. So gesehen waren alle zwar ein wenig durchgefroren aber ganz froh und entspannt.
Bedingt durch die dortige rumsteherei und das am nächsten Tag angesetzte PC-Einbauen in einen Einsatzleitwagen (ELW) der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) hatte ich am Freitag Abend wirklich ausgeprägte Rückenschmerzen im LendenWirbelSäulen-Bereich (LWS). Der PC-Einbau war erfolgreich und das Ergebnis ist wirklich “sehenswert”, dennoch muss ich mit seitdem immer ne Wärmflasche in Schaf-Form um den Rücken binden, in der Hoffnung es würde dadurch besser.
Das war also eine kleine Auswahl von Tätigkeiten, die eine Ferienwoche erfolgreich und ausfüllend einnehmen können. Ich habe, weil immer wieder Leute kritisieren ich würde eine Verliebtheit zu Abkürzungen an den Tag legen (nennt man das dann Abbreviaphilie?!)) , in diesem Beitrag extra alles Ausgeschrieben und mit Informationen hinterlegt.

Montag, 7. April 2008 8:11
jaja. als ob das mit dem bisher nicht blutspenden wollen mit terminlichen problemen zu tun hatte. erzähl. wen wollteste mit deinem heldenhaften sturz in die nadel der mta beeindrucken?
Montag, 7. April 2008 8:31
sososo, ich versuch dich seit Monaten zum BSD zu überreden, und dann bin ich mal 3 Wochen net da und du gehst ohne mich zum BSD. *tztztz*