Auch mal die andere Seite erleben…..

So, nun durfte ich ach mal die andere Seite erleben. Ich war Pat. !!!! In einem umliegenden Krankenhaus war ich seit Mittwoch Gast, und was ich da erleben durfte, naja ich weis ja net. Es hat sich in den 3 Jahren in denen ich nur noch Krankenschwester auf dem Papier war doch schon sehr viel verändert. Als erstes durfte ich erfahren, ich war ja noch voll fit und musst nur so bald da sein um mit dem Anästhesisten meines Vertrauens zu sprechen, das der Nachmittagskaffee abgeschafft wurde. Is das Päckchen Kaffee zu teuer geworden, oder die Zivis die denselbigen austeilen? Desweitern kann man die Gesundheitsreform daran ausmachen, das am morgen der OP es nicht interessiert ob ich mich fertig mache, sprich OP-Hemd anziehen, Schmuck rausmachen etc. Früher kam da eine liebenswürdige, nette Schwester ins Zimmer, half einem beim ankleiden und erklärte nochmal den Tagesablauf, machte das Bett und fragte sicherheitshalber nochmal nach ob man in den letzten 8 Std auch wirklich nichts gegessen hatte. Diesma? Nichts, kein Betten machen, kein nachfragen der Nüchternheit etc……… wenn ich mich nicht daran gehalten hätte, hätte es wohl der Arzt meines Vertrauens gemerkt wenn die *net näher definier will* in meine Lunge gelaufen wäre. Denn, des is a neueste Mode, bei HNO-OPs gibt es kene ITN mehr sondern diese OPs werden auch in LaMa gemacht *Tztzt* des wäre vor 5 Jahren noch undenkbar gewesen. Wie sagte der Arzt so schön: ” wenn ihr eigenes Blut in ihre Lunge läuft is des net ganz so schlimm, des verkraften sie scho” *mmH* ok, wenn er meint………..

Als ich im Aufwachraum aufwachte (oO) und zu mir kam, war alles gut, kein Blut in meiner Lunge und mir gings relativ gut. Als ich abgeholt werden sollte um zurück auf Station zu kommen, hörte ich nur die Schwester sagen: “Die schläft noch zu fest, ich hab keine Zeit, wir haben so viele OPs” da setzte ich mich auf und sagte: “halt, ich bin wach!!” *kicher* also musste sie mich wohl oder übel mitnehmen. Früher war des so, das man als Schwester alle Stunde bei den frischoperierten Patienten Blutdruck und Puls messen musste und nach Schmerzen fragte und so. Diesmal?? Fehlanzeige. Am Abend um ca 19.52 Uhr schaute das erste mal (!!!) eine Schwester wieder nach mir. Sie misst den Blutdruck und verschwindet wieder, nachdem sie mir mitteilt ich darf jetzt dann Tee trinken. Und wenn ich das vertrage dann darf ich auch was essen. Ach ja, Schmerzmittel wollte sie mir noch andrehn… die wollte ich aber net………. :-)

Naja, ich will euch hier net langweilen, aber ich muss euch noch kurz von der Schwester am Morgen erzählen, die pünktlich um 6.37 Uhr die Tür aufreißt, auf den Lichtschalter drückt und ” Guten Moooooooooorgen” schreit. Sie bittet einen höflichst aus dem Bett, damit die Falten die in der Nacht entstanden sind glatt gezogen werden können.

Das hier wäre eine never ending Story, aber wie schon gesagt ich will euch net langweilen.

so long………..

Eure Schwester K.

P.S. dieser EKG-Kleber-Papp da, der geht kaum mehr von der haut runter!! *scho ganz rote Stellen hab*

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Autor: Kristina
Datum: Freitag, 9. November 2007 18:13
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