Beiträge vom April, 2008

schwarze Hände für 60 cent

Dienstag, 29. April 2008 0:51

Heute hatte ich ein ärgerliches Erlebnis. Ich habe zusammen mit nem Kollegen billige nachbau-Patronen für meinen Tintenstrahl-Drucker gekauft. Wir wollten einfach wissen wie gut die sind. Das Stück kostete 60 Cent und sah echt ordentlich verarbeitet aus. Man musste nur den “ich bin voll und original”-Chip von der Originalpatrone brechen und auf das Nachbautintenfass aufsetzen. Gesagt getan.

Dann noch unten ein orangenes Plastikdingsbums abdrücken und schon steht dem billigen Druckvergnügen nix mehr im Weg. Fast. Beim Abdrücken des Plastikteils kam ein großer Schwall schwarze Farbe aus der Patrone und ergoss sich über Patronengehäuse, Schreibtisch und vor allem Hände des Einbauers (meine) .Reflexartig hält man seine andere Hand unter die Patrone um die Farbüberschwemmung zu mindern… Also beide Hände innerhalb von Sekunde tief schwarz gefärbt und ein gewisses Maß an Aufruhr in der Wohnung. Kollege in die Küche auf der Suche nach Küchenrolle, Freundin vom Kollegen in die Küche auf der Suche nach Spiritus; ich in die Küche zum Waschbecken: Tintensee von Handflüche loswerden. Schreibtisch wurde Dank dem Einsatz der Freundin wieder 1A sauber. Nur unsere Hände behielten die Farbe ganz ordentlich. Wir versuchten alles: Spritus, Seife, Bodenreiniger, Fensterreiniger, Fettlöser, Essigsäure, Rasierschaum. Das einzige was ne ganz gute Besserung oder eher ein “Ausbleichen der Farbe” hervor rief war aggresiver Badreiniger und die raue Seite eines Küchenschwamms. Damit bearbeiteten wir unsere Hände etwa 20 Minuten.

Jetzt sind sie weich wie Seide, aber dennoch irgendwie “leicht grau”. Ich hoffe das gibt sich die nächsten Tage. Beim Einsetzen der blauen Patrone waren wir dann vorsichtiger und entdeckten auf dem Deckel ein “pull here”-Aufkleberchen. Das war wohl zur Belüftung der Patrone gedacht, hier lief jedenfalls kein einziger Tropfen Farbe aus der Patrone. Drucken tun die Farbkartuschen übrigens 1A und das ganze für 60c pro Stück; und so reine und weiche Hände hatten wir vmtl seit langem nicht.

Leider waren wir alle so mit Putzen und Säubern beschäftigt, dass erst als die Hände wieder einigermaßen ansehnlich waren aufgefallen ist, dass wir kein Bild fürs blog gemacht haben. Schade.

Thema: privates | Kommentare (1) | Autor: Jan

uni-Alltag

Mittwoch, 23. April 2008 20:32

Ich will heute von 2 Begebenheiten aus dem studentische Alltag berichten. Die beiden Vorfälle greife ich einfach mal wahllos aus der “Uni-Kiste” um zu zeigen, was hier in und wieder so los ist. Das ganze in chronologischer Reihenfolge:

1) in der Vorlesung “Hochfrequenztechnische Grundlagen der Informationstechnik 2″ kommt die Frage ob ein resistives Zweitor verlustfrei sein kann. Ein Student sagt “naja im Zweitor sind Widerstände und diese müssten ja verlustfrei sein, was sie von Haus aus nicht sind”. Und dann kommt es zu folgendem Monolog des Professors: “Ist dies in der Praxis möglich?” Er wartet einige Sekunden und gibt sich selbst zur Antwort “wenn man theoretisch Supraleitung hat dann schon.” und ist mit dieser Antwort 1A zufrieden. Soll das nun heißen es sei möglich; für ihn vermutlich schon…

2) Das Essen in der Mensa. Ich habe dort heute absolut fürstlich gespeist. Hier mal die Kopie aus dem Speiseplan: “Spaghetti mit Muscheln”, “Bohnen-Fenchel-Suppe”, “Blumenkohlsalat”, “Panna Cotta mit Amarettini”. Das ganze zu einem mörderischen Gesamtpreis von 3,05 €. An der Kopie kann man ablesen, dass dort momentan “Italienische Aktionstage” sind. Ich essen wirklich gern dort…

Und da ich mich unausgelastet fühle hab ich jetzt grade nen Kokos-Schoko-Kuchen mit Mülsi (siehe unten) gebacken der die Wohnung zur “Bleibe mit Bäckerei-flair” machte; und eben diesem Backwerk werde ich mich jetzt mal widmen :)

Thema: Studium | Kommentare (1) | Autor: Jan

hb, seg, elw und lws-aua

Sonntag, 6. April 2008 13:15

Ein paar ereignisreiche Tage liegen hinter mir. Begonnen hat das alles mit einem Nachtdienst am Dienstag. Ein recht ruhiger und angenehmer Dienst mit nem netten Kollegen. Auf der Heimfahrt am frühen Morgen erblickte ich sie dann, die Schilder am Ortseingang: “Heute Blutspende”. Der Gedanke gefiel mir. Ich wollte schon lange Blutspenden gehen und hatte immer terminliche Schwierigkeiten oder schlichtweg absolut keinen Nerv dafür.

Also erstmal ins Bett und schlafen. Dieser Schlaf nach der Nachtschicht ist der erholsamste und komatöseste den ich kenne. Der Tag ging vorbei und ich ging gegen 1915 aus dem Haus Richtung “Pfarrzentrum”. Vielleicht ist für viele das nun folgende Blutspende-Prozedere absolut klar. Es ist auch eher unspektakulär aber die Stimmung ist angenehm. Zettel ausfüllen, Arztgespräch, Blut-Kurzuntersuchung, ein mittelkleiner “pieks”, 500ml Blut spenden, und dann das gemeinschaftliche Essen und Trinken. Man trifft Nachbarn und bekannte aus dem Ort, quatscht, ratscht und lästert und dann geht’s nach 1,25h wieder heimwärts.

Nur 2 Besonderheiten möchte ich herausheben: a) bei der Schnelluntersuchung meines Bluts wurde mit Hämoglobin-Wert (kurz: Hb) bestimmt. Stolze 22,5 brachte ich da auf die “Waage” und bin somit momentan führend im Wettkampf mit der Kristina zum Thema “höherer Hb beim Blutspenden”. b) Die fehlenden 500ml kompensierte mein Körper absolut reaktionslos und ich verspürte ein so großes Wohlbefinden wie schon lange nicht mehr. Ich würde fast sagen ich “freue mich” auf den nächsten Termin in 56 Tagen.

Am nächsten Morgen klingelte mein Telefon eine Minute vor dem Wecker. Ein Kollege des BRK fragte mich nach meinem “Status” und ob ich Zeit hätte nen Rettungswagen (RTW) für die Schnelleinsatzgruppe (SEG) zu besetzen. Im Landkreis gäbe es einen Einsatz mit dem Stichwort “Chlorgasaustritt” und man wüsste nicht wie lange die Aktion dauern würde. Somit wird dann immer ein SEG-RTW alarmiert um den öffentlichen Rettungsdienst zu entlasten. Bei solchen Einsätzen ist keine unglaubliche Eile gefordert, es sind ja bereits Einsatzkräfte vor Ort. Ich duschte also (2 min), zog meine Dienstkleidung an (2 min) und setzte mich ins Auto. Nach 21 Minuten Fahrt zur Dienststelle traf ich den Kollegen und klärte mit ihm alle Einsatzdaten ab. Dann kurzer Fahrzeugcheck bis der Beifahrer auch eintraf und hin zum Ort des Geschehens. Hier war ein großes Feuerwehreinsatz mit Personal in Chemieschutzanzügen (CSA) und allem drum und dran schon seit fast 2 Stunden in vollem Gang. Wir meldeten uns beim dortigen Einsatzleiter Rettungsdienst (ELRD) und erlösten so die Kollegen des öffentlichen Rettungsdienstes von der Warterei. Wir standen dort dann gute 4,5h zur Absicherung der Einsatzkräfte. Immer wieder berieten wir Zivilpersonen oder Einsatzkräfte was sie gegen ein “Kratzen im Hals” tun könnten, diese Gespräche waren aber alle eher präventiv und so blieben wir Patienten- und somit auch irgendwie Arbeitslos. Alles in allem war für uns als “Sanitätspersonal” alles recht ruhig und die Einsatzkräfte konnten somit “quatschen und Kaffee trinken”; dies kann aber (so die Meinung aller) auch ganz anders und mit sehr viel Aktion und Gefahrenpotential ausgehen. So gesehen waren alle zwar ein wenig durchgefroren aber ganz froh und entspannt.

Bedingt durch die dortige rumsteherei und das am nächsten Tag angesetzte PC-Einbauen in einen Einsatzleitwagen (ELW) der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) hatte ich am Freitag Abend wirklich ausgeprägte Rückenschmerzen im LendenWirbelSäulen-Bereich (LWS). Der PC-Einbau war erfolgreich und das Ergebnis ist wirklich “sehenswert”, dennoch muss ich mit seitdem immer ne Wärmflasche in Schaf-Form um den Rücken binden, in der Hoffnung es würde dadurch besser.

Das war also eine kleine Auswahl von Tätigkeiten, die eine Ferienwoche erfolgreich und ausfüllend einnehmen können. Ich habe, weil immer wieder Leute kritisieren ich würde eine Verliebtheit zu Abkürzungen an den Tag legen (nennt man das dann Abbreviaphilie?!)) , in diesem Beitrag extra alles Ausgeschrieben und mit Informationen hinterlegt. :)

Thema: Retterei, privates | Kommentare (2) | Autor: Jan

Bad Steben Woche 2/2

Freitag, 4. April 2008 9:26

Mein neuer Tischnachbar is a Mann!!!!!!!!!! *hhhhrrrrrrrr*

Er is ca 50 Jahre alt, und sehr sympatisch!!! Er kommt aus der Nähe von München und ich liebe diesen Dialekt. Is noch weng schüchtern mit 3 Frauen am Tisch, aber des wird scho *grins* Des bringen wir ihm scho noch bei.

So langsam hab ich mir hier richtig eingelebt. Es geht sehr gut im Moment und die Therapieeinheiten scheinen zu wirken……. Könnt also noch weng bleib…………. ;-) )))

Wetter is net ganz so toll, regnet seit 2 Tagen und man kann kaum raus……..

Wünsch euch nen schönes WE, ich hab noch weng Therapie!!!

12.00 Uhr Nachtrag:

hab grad erfahren, das morgen hier auf dem Klinikgelände ne FF Übung stattfindet. Und zwar ne Funkübung. Testen wohl den Digitalfunk. Muss ich glaub ich meine Wanderpläne noch ma überdenken. Evtl kann ich da weng zugucken, bzw mal reingucken in die neue Technik ;-)

Lieben Gruß Eure

Kristina

Thema: reha@bad-steben | Kommentare (4) | Autor: Kristina

Bad Steben Woche 2/0 BERGFEST!!!!!!

Mittwoch, 2. April 2008 8:55

So, ich meld mich mal wieder. Im Moment hab ich kaum Zeit, der Therapieplan is ziemlich voll und der PC ständig belegt. Gibt wohl noch mehr Kristina`s hier *kicher* aber wenigsten kann ich hier die Geschäfte am laufen halten *lol*

Hatte heute früh wieder mal um 7.15 Uhr Konditionstraining. Dieses bestand diesmal aus doofem prellen eines Balles. Sie nannnte es Koordinationstraining. Anstrengend war es gar net. Das Durchschnittsalter der Teilnehmer trug nicht unbedingt zum Gelingen dieser Stunde bei. (geschätzte 65 Jahr Durchschnittsalter) Und ich langweilte mich etwas ;-) Danach hatte ich Bärenhunger und hab gleich mal 3 Brötchen verdrückt.

Jetzt sitz ich kurz am PC und hab dann um 9.30 Uhr die nächste Therapieeinheit. Heute gehts schlag auf Schlag. Jede volle Stunde dann was anderes.

Im Moment is hier relative depressive Stimmung. Jeder schimpft hier über das Haus, die Ärzte und die Schwestern. Was ich jetzt so gar net bestätigen kann. Ich kann net meckern und mir gehts relativ gut hier. Gestern hatte ich Schmerzen, kam aber von der manuellen Therapie die ich genießen durfte ;-)

An meinem Tisch reist eine Dame heut ab, und wir, die 3 anderen Damen hoffen, wir bekommen einen jungen, hübschen, knackigen, männlichen Endzwanziger an den Tisch. Na gucken wir mal beim Mittagessen was draus wird.

Gestern ist eine Dame hier bei der Abreise, beim aussteigen aus dem Auto gestürzt bzw hat sich des Knie verdreht. Die Klinik hier hat sie gleich noch ma hier behalten und gesagt, sie wissen zwar net was sie hat, sie kann aber auch net heim. Sie hatten es aber auch nicht für nötig gehalten sie in ein KH zu schicken oder mal zu röntgen. Einfach Salbenverband und hier behalten. So gesehen scheint es doch so zu sein, wenn man a medizinisches Problem hat, das die hier net ganz so toll sind. Ich hab beschlossen, wenn mir was passieren sollte was ich net selbst in den Griff kriege, dann wähle ich sofort die 19222 und zwar mit der Vorwahl 09721!!!! Die brauchen max. 1,5 Std bis sie hier sind um mich zu holen und ich weiß, ich bin in guten Händen!!!! ;-)

Achja, heute Abend werd ich mir 1-2 Bier gönnen, denn schließlich is Bergfest und des muss mer feiern!!!! *grins* gibt ja sonst hier nix zu feiern!!!

Noch schnell zum Wetter der letzten Tage: Gestern erster cooler Frühlingstag mit Sonne und Vogelgezwitscher, heute den ganzen Morgen scho bewölkt und Dauerregen.

Highligt des Tages: Neue/Neuer Tischnachbar ab dem Mittagessen

Fazit des Tages: Net ernsthafter erkranken hier!!!!

Bleibt anständig!!

Eure Kristina

Thema: reha@bad-steben | Kommentare (2) | Autor: Kristina