SEAT – super Enttäuschung am Telefon
Freitag, 23. Februar 2007 15:11
Lang ists her, dass ich was geschrieben habe, aber das lag nicht daran, dass ich es vergessen hätten. Jeden Tag habe ich brav ein wenig mehr Zeit freigeschaufelt um nun endlich in ruhe Tippen zu können.
Alles begann beim normalen Wochen-Pendeln vor 14 Tagen. Ich fuhr wie immer Sonntag abend vom Frankenland in die schöne Landeshauptstadt. 260 flotte Kilometer später trennte mich nur die Parkplatzsuche vom trauten Heim. Ich umrundete grade den Block das erste mal, als in maximaler entfernung zur Wohnung an einer roten Ampel mein Motor 2mal kurz stottere und dann einfach so seinen Geist aufgab. Jeder Startversuch schug fehl und so blieb mir nichts anderes übrig als vor der Ampel stehen zu beleiben, den Warnblicker zu aktivieren und die netten, freundlichen Helfer vom ADAC zu erwarten.
Es regnete und war kalt und windig. Der ADAC-Mann, ein netter, kompetent wirkender, junger Türke, war nach etwa 25 Minuten vor Ort und begann mit der Fehlersuche. Er war etwas planlos als ich im mitteilte mein Auto würde mit LPG-Gas fahren und konnte sich auch keinen echten Reim auf die im Motorsteuergerät gespeicherten Fehler machen. Etwa 1h20min-im-Regen-stehen später hat er dann gesagt es länge vielleicht am Gas-Steuergerät und er könnte da nix machen. Mir war klar es liegt nicht am Gas (das lässt sich abschalten) aber ich konnte da auch nicht helfen und so hat er mich gut 5km durch München geschleppt. Weg von meiner Wohnung, hin zum neuen “Autohaus meines Vertrauens”.
Dort angekommen unterschrieb ich einen Wisch vom ADAC und er wünschte mir “nen schönen Abend”. Ich blinzelte kurz und schon war er verschwunden. Ich denke mir: glück ein Handy zu haben. Guck da drauf, und der Akuu neigt sich wirklich GEFÄHLICH dem Ende (um es vorweg zu nehmen: er hielt durch). Ich habe mich dann kurz sortiert, dem Autohaus einen Brief geschrieben und eingworfen, das wichtigste aus dem Auto zusammengesucht und ein Taxi gerufen. Taxi? ohne Telefonnummer für München? Der Family sei Dank wurde mir das rausgesucht und kurz mitgeteilt.
Der Taxifahrer war wirklich fix (4 min), aber es reichte um jetzt komplett Nass zu werden, schließlich goss es wie aus Eimern. Er brachte mich dann direkt vor die Haustüre, war nicht sonderlich gesprächig und ein komischer Typ, aber was zahlt man nicht alles, wenn man nach Hause gebracht wird. (5,2km = 13,70 €)
Am nächsten Tag bin ich dann wieder zum Autohaus und habe dort all meine Daten angegeben. Dort leitete man die Reparatur ein. Am darauffolgenden Tag bekam ich einen Anruf: es wären 2 Zündspulen kaputt (ein Standart-Fehler meines Fahrzeugs). Diese hätten die Sicherung des Motossteuergeräts gekillt. Die Spulen und die Sicherung würden ausgetauscht (evtl sogar als Kullanzleistung des Herstellers, wegen fehlerhaften Bauteilen) und dann wäre alles wieder gut.
Soweit so gut. Wieder vergeht ein Tag und man ruft mich erneut an. Im moment wären im ganzen Konzern (VW, Audi, Seat, Skoda) keinerlei Zündspulen erhältlich, und es gäbe keinerlei Auslieferungstermine. Man könnte mir nicht sagen ob mein Auto in 2 Wochen fertig sei oder nicht. Ich war mehr als gefrustet.
Nach einer Woche (vorgestern) rief man mich wieder an, mein Auto könne abgeholt werden (gestern). Ich war erfreut. Ich ging also zur Werkstatt um meinen geliebten Ibiza wiederzusehen, dort wurde mir gesagt Seat übernimmt die Kosten der Spulen kompett und ich müsse nur die Fehlersuche bezahlen. Diese war nicht billig aber das war denoch eine gute Nachricht.
Ich zahlte per EC-Karte und übernahm mein KFZ wieder; und es schnurrte wieder wie eine Katze. Nun sind 24h vergangen und mein Handy klingelt. Am anderen Ende ist meine Vertragswerkstatt, diese habe eine Rückmeldung vom Mutterkonzern erhalten, dass meine Spulen doch nicht bezahlt würden. Laut “Seat Deutschland” wurde mein letzter Kundendienst nicht in einer Vertragswerkstatt durchgeführt (das stimmt ja auch, es war mein Gas-Einbauer, weil meine alte Werkstatt keine Erfahnung mit Gasanlagen hat) und daher wollen sie die Leistungen nicht übernehmen.
Nun es bleibt mir nicht anderes übrig, schließlich ist Kullanz freiwillig. Ich bekomme als von meiner Werkstatt nachträglich eine Rechnung über die Spulen und deren Einbau. Seat ist nicht gewillt mir entgegen zu kommen, die Werkstatt schon, hier zahle ich nur 50% der Einbaukosten. (ganze 30 Euro Ersparnis bei einer Rechnung von rund 230 Euro).
Als Endergebnis bleibt zu sagen, dass mich die Leistungen von Seat wiedermal nicht überzeugen, obwohl ich bisher immer gesagt habe “mit solchen Zicken kann man leben”, würde ich jetzt sagen “das ist dem Kunden gegenüber unzumutbar”.
Schade dass es so ist. Ich werde selbst noch Seat Deutschland und auch den ADAC über diese Frechheit informieren. Auch wenn ich mir davon absolut nichts verspreche. Ich kommentiere das Ergebnis dann hier hinein und wünsche dennoch ein schönes Wochendende…
Thema: privates | Kommentare (4) | Autor: Jan
