Beiträge vom Januar, 2007

Telekolleg „Didaktik heute“

Donnerstag, 18. Januar 2007 23:19

Die moderne Lehr-Psychologie gibt eine ganze Menge Tipps für schulendes Personal wie man am besten Wissen vermittelt. Dies findet Anwendung in Schulen, Kindergärten und sogar (man höre und staune) Universitäten.

Nun saß ich heute nach der Mittagspause in der Übungsveranstaltung zur Vorlesung „Elektrotechnische Grundlagen der Informationstechnik 1“ und erlebte ein Schauspiel moderner Didaktik. Gut verständliche Erklärungen, sicheres Auftreten und vor allem klar strukturierter Tafelbeschriftung.

Nun vor allem letzteres beschäftigte mich, denn man sollte in seinen Aufzeichnungen ja alle Gedankengänge und Rechenschritte wieder nachvollziehen können. Ich wollte eben das mal mit einem kleinen Bild-Beitrag zur Diskussion stellen, denn wenn man sich die heutige Beschriftung als „Gesamtwerk“ mal anschaut ist das mehr als undurchsichtig.

Aber vermutlich ist eben das ein Trick der modernen Psychologie um die Aufmerksamkeit und das Interesse des Zuhörers auf das Thema zu lenken und somit das Wissen in den Kopf des Gegenübers zu befördern.

eg1-tafel

Und für so was bezahle ich meine 500 Euro Studiengebühren?! Richtig. Für so etwas und für noch ganz viele anderen lustige Dinge. Vielleicht gibt’s demnächst ja noch ein paar Bilder… es gibt da schon geheime Planungen…
stay tuned.

Thema: Studium | Kommentare (4) | Autor: Jan

Time to say goodbye

Freitag, 12. Januar 2007 16:20

So wie die Sonne nachmittags um fünf ihren höchsten Punkt lang hinter sich gelassen hat, hat wohl auch unser Landesvater seinen Zenith überschritten. Erste Revolutionen in seiner Partei tun sich auf. Viele fordern den Verzicht einer weiteren Amtsperiode.

Aber darf er wirklich gehen? Nein!!! Was wird aus den vielen coolen Sprüchen, die uns so erheitert haben? Wie leben wir nur ohne seinen Verbalsalat? Und seine wortreichen Erklärungen, bei denen der Zuhörer anschließend genauso schlau war, wie zuvor?

Ohne ihn wüssten wir nicht Bescheid über die Kompetenzkompetenz oder die regellose Regelung. Und auch die Fahrt vom Münchner Hauptbahnhof zum Flughafen hat er uns sehr eindrucksvoll geschildert. Selbst für Bruno den Bären hatte er liebe Worte gefunden. Und in Sachen Fußballspieler hat er besondere Fachkenntnisse bewiesen. Auch an seiner Freizeit ließ er uns teilhaben, wie er Blumen in seinem Garten hinrichtet oder wie es seine Frau mit dem Gärtner macht.

Bitte geh nicht! Lass uns nicht allein! Es gibt viel zu wenig zu lachen auf dieser Welt.

Euer

jr

Thema: Allgemein | Kommentare (5) | Autor: jr

DIN ISO 9000:2005

Samstag, 6. Januar 2007 21:05

Hää? Was´n das?

Keine Angst, es handelt sich hier nur um sowas banales wie Qualität! Eigentlich ein wertfreier Begriff, wird die “Qualität” aber fast nur mit etwas positivem assoziiert. Und tatsächlich, die Norm, die sich damit befasst, hat genau das zum Ziel. Etwas positiver gestalten. Sehr häufig, wie vielleicht der ein oder andere Leser selbst in seinem Berufsleben erfahren hat, angewendet auf Betriebe, Einrichtungen, Institutionen. Und so, wenn Gott will (eigentlich will es eher unsere Führungriege), auch bei uns im Rettungsdienst vom BRK.

Und dann? Dann wird alles besser? Wirklich? Was ist eigentlich gemeint, wenn zukünftig nach dem Qualitätshandbuch gearbeitet wird? Bei unserem Job kommt es hauptsächlich darauf an, hilfsbedürftige, kranke oder verunfallte Menschen zu helfen. Steht hierüber etwas in diesem Qualitätsschinken drin? Ihr dürft mal raten! Über 50% des Papiers stellen verwendete Formulare dar. Zig Formulare. Viele erst entstanden durch die geplante Einführung von Qualität. Verzweifelt sucht man danach, wie mit dem eingeklemmten Autofahrer umzugehen ist oder wie Reanimiert werden soll.

Sollte es nicht Sinn von Qualität im Rettungsdienst sein, dem Patienten besser zu versorgen? Aber genau das wird hier sträflich vernachlässigt. Wer das Problem mit den sog. “umgeschriebenen” Rettungsassistenten kennt, weiß, wovon ich spreche. Offensichtlich hat jeder eine andere Auffassung von Qualität. Meiner entspricht dieser Norm nicht.

Man sollte Patienten wirklich mal nach der Einführung von Qualtät bei uns im Rettungsdienst fragen, ob sie ihre Behandlung nun qualitätiv besser empfinden. Der Rettungsdienstler eher nicht, ist doch mit DIN ISO 9000:2005 nur eine Flut von Zettelchen gekommen, die fleißig beschrieben sein wollen.

Da fällt mir das Zitat von Felix Magath ein: “Qualität kommt von Qual”.

In diesem Sinnen ein schönes Wochenende und alles Gute für 2007

Euer jr

Thema: Retterei | Kommentare (1) | Autor: jr