Beitrags-Archiv für die Kategory 'privates'

Donnerstag war ich faul

Dienstag, 10. August 2010 18:15

Donnertag war ich nach langer Zeit mal wieder so richtig faul. Wenn man es recht betrachtet war ich noch nie in meinem Leben so faul wie gestern. Wie das alles kam? Seinen Anfang hat die Geschichte meines Faulenzens im Januar wo ich eine schwere Stimmbandentzündung (Laryngitis) durchmachte. Diese kam wieder im April und wieder im Juni. Schlussendlich empfahl mir der HNO-Arzt meines vertrauens eine Operation der Nase. Wieso? Weil Siff und Verwirbelungen „oben“ (Nase) eben Entzündungen und Aua „unten“ (Kehlkopf) machen können. Auch die zweite und die dritte Meinung bestätigte die Empfehlung. Gesagt getan. Anschließend an den Uni-Prüfungsblock des Sommers plante ich also einen Tag der „lazyness“.

Am Mittwoch Abend kam die mich beratende Schlaf-und-Entspannungsfachkraft (im folgenden Anästhesist genannt) zum Gespräch. Die Phase meiner Tiefenentspannung wurde für Donnerstag Vormittag gegen halb10 terminiert. Der Animateur (im fogenden Operateur oder HNO-Doc genannt) stellte sich auch nochmals Mittwoch vor und sagte wir sehen uns dann morgen. Viel gesehen habe ich von ihm aber nicht mehr, da gab ich mich schon voll der Entspannung hin.

Wieso war ich so faul? Im Wesentlichen durfte ich mich so sehr entspannen, dass mit sogar das Atmen abgenommen wurde. Ein netter Cocktail aus Fentanyl (0,1mg), Propofol (200mg) und Esmeron (keine Ahnung wieviel da schlief ich schon) zum Einstieg sorgten für Tiefenentspannung. Wies weiter ging weiß ich nicht, in mir machte sich da nur ein großes “zZzzz” breit. Meinen allerliebster und von mir gewünschter Helfer-der-Entspannungsfachkraft (im folgenden Anästhesiepfelger oder Beutel-und-Tubus-Zureicher genannt) konnte ich dazu bewegen mich zu bewachen während ich so vor mich hin schlief.

Nach einer für mich nicht abschätzbaren Zeit wurde ich im Aufwachraum wach und konnte mir immer wieder den Wirbel dort angucken. Aber ich schaffte es nie länger als 60 Sekunden die Augen offen zu halten. Immer wieder holte mich die Entspannung ein und ich schlummerte wieder weg. Im nachhinein wurde mir von besagtem Anästhesiepfleger erzäht ich hätte voll kooperiert und war absolut zahm und brav. (Zitat: „*schüttel* Mund weit auf und schön tief schnaufen“ – gesagt getan – zack: Extubation)

Den restlichen Tag verbrachte ich mit dem kümmerlichen Versuch SMS zu schreiben oder die mir am Morgen gebrachte Zeitung zu lesen. Chancenlos. Immer wieder saß mir die Tiefenentspannung so im Nacken dass ich ihr nachgab und mich ins Reich der Träume flüchtete.

Erst am Abend gegen 21 Uhr gelang es mir die Zeitung zu lesen oder mal länger als 5 Minuten aufmerksam zu sein. Wer am Tag so viel schläft der kann sich Nachts logischerweise nicht ruhig halten und so wachte ich immer wieder auf. Aber das sollte sich im Verlauf geben, da gehe ich ja wieder dem normalen Tagesrythmus (incl. eigenem Atemantieb) nach.

Auch auf diesem Weg meinem lieblings-Anästhespiepfleger VIELEN VIELEN DANK für die herzliche Umsorgung und den zuvorkommenden Service. Man hat doch eine ganz anderen Bindung zu einander wenn man den anderen mal Beatmet hat oder?

Selbstverständlich auch dem Operateur und Anästhesisten meinen Dank… im Moment scheint alles ganz gut gelaufen zu sein und ich bin hoffnungsfroh dass das alles wieder gut wird. Sogar besser als zuvor.

Thema: privates | Kommentare (0) | Autor: Jan

täglicher Foto-Wahnsinn

Donnerstag, 16. Juli 2009 23:44

Hallo Gemeinde. Irgendwie habe ich seit Monaten nie die Muße hier viel zu schreiben, auch wenn ich oft dran denke. Aber nun gibt es ein “kurzfristigeres Projekt”. Es soll Tagesabläufe, Aktivitäten und alles Andere für die “daheimgebliebenen” und auch für jene, die dabei waren, dokumentieren: und zwar in Bildform. Die Bilder sollen unbearbeitet und ungeschnitten erscheinen und zeigen, was ich so “treibe”. Erstellt werden sie mit einer Canon EOS 1000D. Vielleicht gefällt dem ein- oder anderen, dass es ein Foto-Tagebuch gibt… mal sehen. Man findet es hier:

http://picasaweb.google.com/jdressler85

Thema: Blog-Zeug, Studium, digitaler Spaß, privates | Kommentare (1) | Autor: Jan

mein Wasserzähler spricht mit mir

Freitag, 5. Dezember 2008 13:42

Lang ists her, dass ich hier geschrieben habe. Warum? Keine Ahnung. Themen gabs genug aber es fehlte einfach die richtige Stimmung, der Anstoß, das “Verlagen”. Aber dann Begann ein Einrichtungsgegenstand in meiner Wohnung mit mir zu sprechen. Vorgestern wars, und mir war klar: das muss ich hier kundtun.

Gegenstand der mit mir spricht: mein Kaltwasserwähler

Inhalt der Botschaft: Irgendwas mit Rettungsdienst… was genau hoffe ich noch rauszubekommen.

Wie?:

Kaltwasserzähler

Thema: Retterei, privates | Kommentare (3) | Autor: Jan

Kunde #1

Mittwoch, 28. Mai 2008 22:57

Schon vor einigen Tagen bemerkte ich, dass “unten im Haus” umgebaut wird. Dort befand sich bisher immer ein kleiner 24h-Video/DVD-Ausleihautomat. Vor 2 Tagen nun sah ich beim Nachhauseweg, dass dort wieder ein Verleih-Terminal ist, nur irgendwie “neu”. Und da gerade ein Mann ein Werbe-Schild vor dem Laden aufstellte, sprach ich diesen an und fragte ihn, ob und wie man sich für dieses Ding anmelde.

Der Mann war erst etwas erschrocken, dann aber sehr nett. Er sagte, wenn ich Zeit habe, können wir das gleich machen. Ich entgegnete: „wenn ihr geöffnet habt, gern” und er sagte etwas verdutzt: „ja, im Grunde machen wir JETZT GERADE auf.“ (http://www.cinebank.de/ München Schellingstr.)

Als ich wartete, bekam ich mit, wie Kollegen und Freunde vom Besitzer kamen und die Räumlichkeiten (eigentlich ist es nur ein kleiner 2 m x 5 m Raum) musterten und Sachen sagten wie „schön isses geworden”. Ich füllte also einen Antrag aus, mir wurde das Terminal erklärt, zur Identifikation 3 meiner Fingerabdrücke eingelesen (das geht alles ohne PIN) und dann verabschiedete sich der Mann. Er überreichte mir meine Kundenkarte und sagte mit stolz geschwellter Brust: „Dann viel Spaß und vielen Dank, Kunde Nummer 1.”

Ich war also rein zufällig eine Minute nach der Eröffnung gekommen und somit sein allererster Kunde. Er lud mich dann noch gleich zum „opening” am Freitag-/Samstagabend ein. Teilnehmen werde ich daran nicht können, aber meine DVD-Versorgung ist nun mehr als gesichert.

Thema: privates | Kommentare (2) | Autor: Jan

schwarze Hände für 60 cent

Dienstag, 29. April 2008 0:51

Heute hatte ich ein ärgerliches Erlebnis. Ich habe zusammen mit nem Kollegen billige nachbau-Patronen für meinen Tintenstrahl-Drucker gekauft. Wir wollten einfach wissen wie gut die sind. Das Stück kostete 60 Cent und sah echt ordentlich verarbeitet aus. Man musste nur den “ich bin voll und original”-Chip von der Originalpatrone brechen und auf das Nachbautintenfass aufsetzen. Gesagt getan.

Dann noch unten ein orangenes Plastikdingsbums abdrücken und schon steht dem billigen Druckvergnügen nix mehr im Weg. Fast. Beim Abdrücken des Plastikteils kam ein großer Schwall schwarze Farbe aus der Patrone und ergoss sich über Patronengehäuse, Schreibtisch und vor allem Hände des Einbauers (meine) .Reflexartig hält man seine andere Hand unter die Patrone um die Farbüberschwemmung zu mindern… Also beide Hände innerhalb von Sekunde tief schwarz gefärbt und ein gewisses Maß an Aufruhr in der Wohnung. Kollege in die Küche auf der Suche nach Küchenrolle, Freundin vom Kollegen in die Küche auf der Suche nach Spiritus; ich in die Küche zum Waschbecken: Tintensee von Handflüche loswerden. Schreibtisch wurde Dank dem Einsatz der Freundin wieder 1A sauber. Nur unsere Hände behielten die Farbe ganz ordentlich. Wir versuchten alles: Spritus, Seife, Bodenreiniger, Fensterreiniger, Fettlöser, Essigsäure, Rasierschaum. Das einzige was ne ganz gute Besserung oder eher ein “Ausbleichen der Farbe” hervor rief war aggresiver Badreiniger und die raue Seite eines Küchenschwamms. Damit bearbeiteten wir unsere Hände etwa 20 Minuten.

Jetzt sind sie weich wie Seide, aber dennoch irgendwie “leicht grau”. Ich hoffe das gibt sich die nächsten Tage. Beim Einsetzen der blauen Patrone waren wir dann vorsichtiger und entdeckten auf dem Deckel ein “pull here”-Aufkleberchen. Das war wohl zur Belüftung der Patrone gedacht, hier lief jedenfalls kein einziger Tropfen Farbe aus der Patrone. Drucken tun die Farbkartuschen übrigens 1A und das ganze für 60c pro Stück; und so reine und weiche Hände hatten wir vmtl seit langem nicht.

Leider waren wir alle so mit Putzen und Säubern beschäftigt, dass erst als die Hände wieder einigermaßen ansehnlich waren aufgefallen ist, dass wir kein Bild fürs blog gemacht haben. Schade.

Thema: privates | Kommentare (1) | Autor: Jan

hb, seg, elw und lws-aua

Sonntag, 6. April 2008 13:15

Ein paar ereignisreiche Tage liegen hinter mir. Begonnen hat das alles mit einem Nachtdienst am Dienstag. Ein recht ruhiger und angenehmer Dienst mit nem netten Kollegen. Auf der Heimfahrt am frühen Morgen erblickte ich sie dann, die Schilder am Ortseingang: “Heute Blutspende”. Der Gedanke gefiel mir. Ich wollte schon lange Blutspenden gehen und hatte immer terminliche Schwierigkeiten oder schlichtweg absolut keinen Nerv dafür.

Also erstmal ins Bett und schlafen. Dieser Schlaf nach der Nachtschicht ist der erholsamste und komatöseste den ich kenne. Der Tag ging vorbei und ich ging gegen 1915 aus dem Haus Richtung “Pfarrzentrum”. Vielleicht ist für viele das nun folgende Blutspende-Prozedere absolut klar. Es ist auch eher unspektakulär aber die Stimmung ist angenehm. Zettel ausfüllen, Arztgespräch, Blut-Kurzuntersuchung, ein mittelkleiner “pieks”, 500ml Blut spenden, und dann das gemeinschaftliche Essen und Trinken. Man trifft Nachbarn und bekannte aus dem Ort, quatscht, ratscht und lästert und dann geht’s nach 1,25h wieder heimwärts.

Nur 2 Besonderheiten möchte ich herausheben: a) bei der Schnelluntersuchung meines Bluts wurde mit Hämoglobin-Wert (kurz: Hb) bestimmt. Stolze 22,5 brachte ich da auf die “Waage” und bin somit momentan führend im Wettkampf mit der Kristina zum Thema “höherer Hb beim Blutspenden”. b) Die fehlenden 500ml kompensierte mein Körper absolut reaktionslos und ich verspürte ein so großes Wohlbefinden wie schon lange nicht mehr. Ich würde fast sagen ich “freue mich” auf den nächsten Termin in 56 Tagen.

Am nächsten Morgen klingelte mein Telefon eine Minute vor dem Wecker. Ein Kollege des BRK fragte mich nach meinem “Status” und ob ich Zeit hätte nen Rettungswagen (RTW) für die Schnelleinsatzgruppe (SEG) zu besetzen. Im Landkreis gäbe es einen Einsatz mit dem Stichwort “Chlorgasaustritt” und man wüsste nicht wie lange die Aktion dauern würde. Somit wird dann immer ein SEG-RTW alarmiert um den öffentlichen Rettungsdienst zu entlasten. Bei solchen Einsätzen ist keine unglaubliche Eile gefordert, es sind ja bereits Einsatzkräfte vor Ort. Ich duschte also (2 min), zog meine Dienstkleidung an (2 min) und setzte mich ins Auto. Nach 21 Minuten Fahrt zur Dienststelle traf ich den Kollegen und klärte mit ihm alle Einsatzdaten ab. Dann kurzer Fahrzeugcheck bis der Beifahrer auch eintraf und hin zum Ort des Geschehens. Hier war ein großes Feuerwehreinsatz mit Personal in Chemieschutzanzügen (CSA) und allem drum und dran schon seit fast 2 Stunden in vollem Gang. Wir meldeten uns beim dortigen Einsatzleiter Rettungsdienst (ELRD) und erlösten so die Kollegen des öffentlichen Rettungsdienstes von der Warterei. Wir standen dort dann gute 4,5h zur Absicherung der Einsatzkräfte. Immer wieder berieten wir Zivilpersonen oder Einsatzkräfte was sie gegen ein “Kratzen im Hals” tun könnten, diese Gespräche waren aber alle eher präventiv und so blieben wir Patienten- und somit auch irgendwie Arbeitslos. Alles in allem war für uns als “Sanitätspersonal” alles recht ruhig und die Einsatzkräfte konnten somit “quatschen und Kaffee trinken”; dies kann aber (so die Meinung aller) auch ganz anders und mit sehr viel Aktion und Gefahrenpotential ausgehen. So gesehen waren alle zwar ein wenig durchgefroren aber ganz froh und entspannt.

Bedingt durch die dortige rumsteherei und das am nächsten Tag angesetzte PC-Einbauen in einen Einsatzleitwagen (ELW) der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) hatte ich am Freitag Abend wirklich ausgeprägte Rückenschmerzen im LendenWirbelSäulen-Bereich (LWS). Der PC-Einbau war erfolgreich und das Ergebnis ist wirklich “sehenswert”, dennoch muss ich mit seitdem immer ne Wärmflasche in Schaf-Form um den Rücken binden, in der Hoffnung es würde dadurch besser.

Das war also eine kleine Auswahl von Tätigkeiten, die eine Ferienwoche erfolgreich und ausfüllend einnehmen können. Ich habe, weil immer wieder Leute kritisieren ich würde eine Verliebtheit zu Abkürzungen an den Tag legen (nennt man das dann Abbreviaphilie?!)) , in diesem Beitrag extra alles Ausgeschrieben und mit Informationen hinterlegt. :)

Thema: Retterei, privates | Kommentare (2) | Autor: Jan

release: jan Version 1.4

Mittwoch, 13. Februar 2008 13:20

Eine neue Version wurde Anfang der Woche released: Jan1.4

Nach einigen Schwierigkeiten mit einer eher instabilen Betaversion jan1.3, welche im Herbst letzten Jahres zum Test freigegeben wurde, können wir nun eine stabile Version präsentieren. In der neuen Version sind einige erhebliche Veränderungen enthalten. Vor allem die Interaktion, sowie die Plugins wurden verbessert, einige Bugs behoben und neue Schnittstellen geschaffen.

new addons/Kernänderungen:

  • Ein contact-Addon wurde eingefügt. Dieser Zusatz fordert voninteragierenden Fremdsystemen bei unregelmäßigen (jetzt aber häufigeren) Besuchen Kaffee, entschädigt aber durch mitgebrachten Kuchen.
  • Eine “iamwhatiam”-Engine konnte etabliert werden. Sie sorgt dafür, dass jan1.4 nun auf sich selbst Acht gibt und sich nicht mehr unter Wert verkauft.
  • Das neue “idowhatiwannado”-System greift aktiv in die Lastverteilung ein und sorgt dafür, dass jan1.4 reflektiert, wohin seine Zeit fließt, und eine Umverteilung der Ressourcen vornimmt, um das System optimal zu nutzen.
  • Eine Schnittstelle zur Beziehungspflege mit Mitmenschen wurde grundlegend überarbeitet und ruft nun selbstständig das contact-Addon auf. Außerdem sendet es “emptyproblembuffer”-Signale an den Kern und sorgt so für das Ansprechen von Problemen und Sorgen innerhalb weniger Augenblicke. Dadurch können auftretende Interaktionsfehler schnell und zufriedenstellend behoben werden.
  • Mit der conflict-Bibliothek wird eine zur Laufzeit zur Verfügung stehende Problemlösungs-debug-Engine bereitgestellt.
  • Das Prozess-Balancing wurde erheblich verbessert. Jan1.4 sollte nun ausgeglichener und unbeeinträchtigter funktionieren als je zuvor.
  • Jan1.4 enthält im Auslieferungszustand kein Addon “Frau” mehr. Änderungen zur Laufzeit sind nicht absehbar.
  • Das Kraft/Masse-Verhältnis von Jan1.4 wurde erheblich verbessert. Außerdem wurden die Bewegungs-Algorithmen erneuert, um so einen selbstständigen “fithalten”-Modus zu schaffen.

fixed bugs:

  • Ein im Beziehungsmodus aufgetretener Fehler in Version 1.3 wurde behoben. Das Problem eines Selbstaufrufs mit folgender Endlosschleife, welche das System stark schwächte, wenn es zu Fehlbelastungen kam, konnte behoben werden.
  • Im Aufräummodus konnten gelegentliche Überaktivitäten, gefolgt von Perioden von ausgefallenen Aufrufen, ausgeglichen werden. Auch hier sollte nun ein konstanter und reibungsloserer Betrieb möglich sein.
  • Zum Ende der Version hin immer häufiger auftretende Idle-Prozesse werden nun automatisch sinnvoll genutzt.
  • Eine neurale Verknüpfungsstörung mit “Blick nach hinten” konnte nach vorn umgelenkt werden.
  • Die neue, autarke Struktur des Systems macht jan1.4 nun unabhängiger von vorgeschalteten, parentalen Systemen. Von außen ist nun keine Steuerung mehr möglich und nötig.

known bugs:

  • Ressourcen Management: Gelegentliche Schwierigkeiten bei der Lastverteilung im Sektor “Beschäftigungsfelder” sind immer noch vorhanden. So kann es vorkommen, dass sich Jan1.4 in Prozesse vertieft. Hier wurde eine Schnittstelle zu Fremdsystemen geschaffen, die diesen Bug durch einfache Kommandos unterbrechen können. Das Schnittstellen-Protokoll ist offen gehalten und so gut wie formlos.
  • Load-Balancing: Die von einigen Usern bemängelten Probleme in den Lern-Subroutinen gehören durch das verbesserte Auslastungsverhalten der Vergangenheit an. Dennoch wurde der Lernmodus unverändert integriert und soll in einem Test zeigen, ob weitere Fehler auftreten.
  • Die integrierten health-environment-Routinen greifen immer noch nicht richtig. Diese Selbstschutz-Skripte sind zwar bereits integriert, kommen aber bisher nur im low-level-Bereich oder in stabilen Zuständen testhalber zum Einsatz. Hier soll bis zur nächsten Version eine Lösung vorliegen.
  • Selten gab es bei den beta-Test Compiler-Errors weil jan1.4 bestimmte Informationen nicht verarbeiten konnte (oder wollte?!). Auch dies trat seit einigen Bugfixes nichtmehr auf.

Die Weiterentwicklung des Systems ist bereits schon wieder in vollem Gange. Sollten Fehler in Jan1.4 auftreten, wären wir SEHR dankbar, wenn diese gemeldet würden. Hierzu können alle beteiligten User die conflict-Bibliothek direkt aufrufen. Sie hat eine Sonderstellung und gibt alle gemeldeten Fehler sofort an den Kern weiter. Dieser versucht, sie selbsttätig zu lösen. Zusätzlich werden die Entwickler eine Kopie des Fehlerberichts erhalten und bei der neuen Version berücksichtigen.

Thema: privates | Kommentare (2) | Autor: Jan

KLINKEN! – oder: der Everest des kleinen Mannes

Sonntag, 13. Januar 2008 2:18

Ich will heute ganz klare Selbstbeweihräucherung betreiben. Hin und wieder gehe ich mit ein paar Freunden zum Klettern in einer nahen Kletterhalle. Wir alle sind da recht motiviert bei der Sache. Schon unter der Woche juckte es in der Fingern, und als ich dann erfuhr, dass die “Kollegen” ohne mich beim quasi-heimlichen Trainieren waren, am Donnerstag Abend, packte mich die Motivation.

Klettern hat irgendwie seine eigenen Regeln, und man versucht einfach immer wieder, sich selbst zu übertreffen. Eine Aufgabe, an der wir schon seit ca. einem Jahr herumknabbern ist “das Dach”. Eine Route, die erst etwa 12 Meter gerade nach oben geht; mit kleinem Überhang, aber das ist nicht all zu schwierig und gut zu meister. Aber daran anschließend im Winkel von etwa 110° erstreckten sie 6 weitere Harken im Abstand von je 2 Metern, in die es einzuklinkeln gilt. Man nimmt bei dieser Klettertaktik das Seil “selbst mir nach oben” (sog. Vorsteigen). Das bedeutet, dass man immer wenn man den nächsten Harken erreichen kann, und einen sicheren Stand oder Halt hat, “klinken muss”. (also das Sicherungsseil weiter oben einharken).

Nun wir übten ja an dieser Route schon seit längerem und haben bisher immer nur die ersten 2 (manchmal sogar 3) Harken geschafft. Danach waren die Kräfte aufgebraucht oder die Belastung zu hoch. Diese Woche habe ich nun erfahren, dass einer der Kollegen “4 mal im Dach geklinkt hat”. Also packte mich schon Mitte der Woche die Motivation wieder “gleich zu ziehen”. Ich stand als heute Morgen mit der Intention auf: “heute wird 4 mal im Dach geklinkt”.

Der Tag verlief ruhig und mit “lockerer Arbeit”, etwas Platinenlöterei. IT-Services beim Nachbarn und ein bisschen Kaffeetrinken und Essen kochen mit Freunden. Um 1800 waren wir zum Klettern verabredet. Um 1830 waren wir schon gut dabei, sind aber mittlerweile so klug erstmal “was leichteres zum Einstieg” zu klettern.

Irgendwann wollte es klein Jan dann wissen und wagte sich wiedermal ans Dach. Die Kollegen hatten unter der Woche schon eine neue Taktik ersonnen, wie man dort am besten Halt finden könnte. (linker Arm und rechtes Bein, Spannung aufbauen und dann loslegen). Erst war der Kollege dran, den ich sicherte. Ich sicherte recht stamm und wollte ihn “nah an der Decke halten”, dies erwies sich in der Nachbesprechnung (leider wollte das Klinken in Harken Nummer 3 nicht gelingen) als Nachteil. Jedem ist klar, dass man normalerweise nach dieser Dach-Aktion keine großen Sprünge mehr machen kann, da die Finger nicht mehr so wollen wie man selbst. Ich klinkte also recht zügig die ersten 2. Machte dann eine kurze Pause um dann #3 in Angriff zu nehmen. (das war das 2te mal überhaupt) Mit der neuen Technik und der übergroßen Motivation war dies wirklich überraschend einfach. Also ohne großes rumtun auf zu #4. Dieses ging auch recht gut voran.

Das Tagesziel war nun erreicht und die Tipps, welche die Kollegen 12 Meter unter einem gaben gingen nun auch langsam aus. Weiter als #4 waren wir nie gekommen. Also legte ich hier eine längere Pause ein (der arme Sicherer musste natürlich immer schon festhalten, aber dank neuem Sicherungsgerät weniger problematisch, und auch das “eher viel Seil lassen beim Vorwärsbewegen” erwies sich als erfolgreich).

Nun wollte ich es wissen und wagte mich an Expresse #5. Auch hier ging das einigermaßen gut und ich konnte tatsächlich erfolgreich klinken. Ich musste zwar 3 mal ansetzen und holte mir nen irren Krampf im Unterschenkel links, aber von unten wurde gesagt “das wird ja wohl gehen”; und es ging. Daraufhin wollte ich zwar #6 wirklich gern erreichen, nach 3 erfolglosen Versuchen (einer davon war wirklich verdammt nach dran, hatte sogar schon das Seil 2m gezogen und zum klinken angesetzt) und dem Gedanken daran, dass ich nachher noch ein paar leichtere Routen gehen wolle verwarf ich dieses Vorhaben und verschob es auf das nächste mal. Beim “erfolglosen Versuchen” ist es keine Seltenheit mal eben 1-1,5 Meter ins Seil zu fallen, mein armer Sicherer grub sich mit den Schuhen mehr als einmal in den geschotterten Hallenboden. (DANK DIR!)

Seis drum, sogar eins weiter als die Planung vorgesehen hatte. Recht glücklich wurde ich die guten 13 Meter zum Boden abgelassen. Erstmal Pause machen. Nach ein bisschen Sicherungsarbeit und 2,5 Routen später war die Kraft dann wirklich aufgebraucht und der Muskelkater wartete nur darauf endlich los zu legen.

Danach noch duschen und was trinken gehen, und schon findet ein normaler Samstag einen echt positiven Ausklang. Wobei ich zugeben muss, während ich das Tippe: Das fällt immer schwerer die Tasten zu drücken und vorhin beim Zahnpaste zuschrauben bekam ich die Tube kaum zu, so sehr merkte ich die Unterarme. Naja mal sehen wies morgen aussieht; und die #6 wird dieses Jahr noch fallen und somit die Route erfolgreich abgeschlossen.

im Dach: beim Klinken von #3

Thema: privates | Kommentare (3) | Autor: Jan

das tapfere Schneiderlein

Sonntag, 6. Januar 2008 20:55

Bei sehr vielen Dingen im Leben ist es irgendwas “das erste Mal”. Dieses “erste Mal” kommt nach ungewiss langer Zeit. Das erste Wort kommt meist recht früh. Das erste Mal alleine zur Schule gehen mit um die 6, das erste Mal Autofahren mit um die 18, uswusw. Es gibt so oft ein “erstes Mal”, und ich habe heute zum ersten Mal mit ner Nähmaschine genäht.

Der Badezimmerteppich war ausgerissen und für “mit der Hand nähen” war es einfach zu viel Stecke. Außerdem reizen mich solche Herausforderungen. Also schwupps die Maschine aufgebaut; und schon begannen die Probleme. Wie legt man da den Faden ein. Diese Frage beschäftigte mich gute 30 Minuten. Nagut ich habe etwa 10 Minuten probiert, dabei ist er immer wieder abgerissen, dann habe ich 10 Minuten die Gebrauchsanleitung zu einem etwa 20 Jahre alten Gerät gesucht. Natürlich unerfolgreich. Danach habe ich (ganz “new generation”) im Internet nach entsprechenden Anleitungen, howtos, pdfs oder Beschreibungen gesucht. Auch unerfolgreich.

Also sagte ich zu mir: “Jan, reiß dich zusammen, du willst mal ein Ingenieur werden”. Also hab ichs nochmal versucht und war diesesmal erfolgreich. Es war viel einfacher als gedacht, das Ding macht das ja quasi von selbst. Ich habe erfolgreich zu Testzwecken 2 Lagen Klopapier fachmännisch vernäht. Ein Traum; und schon hat man 8-lagiges, extrastarkes Klopapier mit orange-gelbem Rand.

Also ran an den Speck. Der Badezimmerteppich war ratz-fatz wieder zusammengezimmert, es war ja auch nur der Rand an einer Seite bissl ausgerissen. Das ist irgendwie wie löten, nur ohne Zinn, dafür mir Fäden. Man könnte fast sagen es machte mir Spaß. Und mein Erfolgserlebnis hatte ich auch; und weils so schön war gleich nochmal 2 Klopapiere vernäht. :)

Leider habe ich keine Bilder gemacht, aber wer gern mal 8-lagiges Klopapier will: einfach melden. Ich schicke das dann entsprechend zu.

Thema: privates | Kommentare (8) | Autor: Jan

eingeschlossen in der Schneehölle

Montag, 26. November 2007 20:59

Es ist ja nicht das erste mal passiert, dass ich recht verwirrt war nach dem Aufstehen, aber heute war wiedermal ein besonders schwerer Fall. Ich war am Nachmittag zu müde zu allem und habe mich daher kurz auf die Couch gelegt. Nach etwa einer Stunde wachte ich wieder auf. Die Wohnung war stock finster, es war absolut still und irgendwie verdächtig. Ich guckte noch im Liegen richtung Dachfenster genau über mir, konnte aber nichts sehen. Ich rieb meine Augen und guckte nochmals. Immernoch war alles dunkel. In mir breitete sich leichte Panik aus. Ich sah auf die Uhr: zehn nach fünf. Ich guckte zum Fenster und sah das Haus auf der gegenüberliegenden Straße nicht.

Nach etwa 4-5 Schrecksekunden in denen ich im Inneren schon meine Lebensmittelvorräte zusammen zählte begriff ich: SCHNEE auf den Dachfenstern. Ich ging richtung Schlafzimmer und sah dort aus dem Fenster. gerettet. Es musste wohl in der Stunde recht heftig geschneit haben und eine Zuckerschicht bedeckte meine Dachfenster vollständig. Bis ich wieder richtig auf der Höhe war, war der Schnee vom Fenster gerutscht und hab die Sicht wieder frei.

Aber genau in diesen 4-5 Sekunden war ich wiedermal völlig verwirrt. Ein seltsames Gefühl; im nachhinein aber irgendwie sehr lustig.

Thema: privates | Kommentare (0) | Autor: Jan